
Craft Design-Student Markus Reiter (6. Semester) mit seinem Gesellenstück. Für die Front des Möbelstücks arbeitete er mit der japanischen Kumiko-Technik und erreichte mit seinem Werk bereits beim Landesentscheid "Die Gute Form" in Rheinland-Pfalz den ersten Platz.
Triales StudiumWerkschau im Studiengang Craft Design
Hannover.- (mk) Wie in jedem Jahr war es auch in diesem Herbst wieder soweit: Die Studierenden des Studiengangs Craft Design zeigten die Arbeiten der vergangenen zwei Semester in ihrer jährlichen Werkschau. Studierende, Lehrende und Gäste trafen sich für einen Tag in den Werkstätten am Studienzentrum Hannover; und wer nicht anreisen konnte, schaltete sich online dazu. Bei Kaffee, Obst und Gebäck wurden Projekte, Portfolios, Gesellenstücke und Abschlussarbeiten vorgestellt und leidenschaftlich über Herangehensweisen und Methoden im Design sowie gestalterische Haltungen diskutiert.
Die Studierenden erläuterten Materialexperimente, die besonders im Hinblick auf die Nachhaltigkeit innovatives Potenzial mitbringen, sie stellten Falttechniken aus Papier vor, die nicht nur ästhetisch, sondern auch belastbar und funktional sind, und präsentierten Formgestaltungen, die sich bewusst zwischen Funktionalität und Skulpturalität bewegen.
Vertreten waren Arbeiten aus den Grundlagenfächern wie Darstellen, Digitale Entwurfsprozesse, Plastisches Gestalten, Farbe und Materialkunde. Aber auch Entwürfe aus den höheren Semestern wurden besprochen und erstmals gab es zudem Bachelorarbeiten zu sehen, denn die Pioniere des Studiengangs haben in diesem Jahr ihren Abschluss erreicht.
Handwerk und Design gehören zusammen, so die feste Überzeugung der Studiengangsverantwortlichen Prof. Dr. Bärbel Kühne und Karina Michaelis. „Die Verbindung von handwerklichem Können und gestalterischer Expertise ist das Ziel des Studiengangs und genau das, was von den Studierenden Schritt für Schritt erlangt wird. Die Fortschritte im Umgang mit Stift und Farbe belegen dies ebenso wie die Methodenvielfalt und vielfältigen analytische Herangehensweisen“, sagt Michaelis.
Sehr schön zu sehen sei dies auch am Gesellenstück „Otto“ von Markus Reiter. Auf der Suche nach Einfachheit angesichts wachsender Komplexität hat Reiter ein Flurmöbel zur Verbringung von alltäglichen Dingen wie Handtaschen, Schlüsseln, etc. konzipiert. Es besteht aus Massivholz (Apfelbaum) in Kombination mit handgeschröpftem Papier und dem Mineralwerkstoff Corian, einem aus Mineralien und Acrylharzen hergestellter Verbundwerkstoff. Das Werkstück wurde bereits im Rahmen des Wettbewerbs „Die gute Form“, dem Landesentscheid in Rheinland-Pfalz, mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der nächste Wettbewerb ist für Markus Reiter damit der Bundesentscheid im nächsten Jahr.
Die Werkschau im Studiengang Craft Design findet zu Beginn jedes Wintersemesters in Hannover statt und bietet einen umfassenden Einblick in die Inhalte des Studiums, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind. (28.11.2024)
Kontakt für das Triale Studium:
Studienorganisatorin "Triale Studiengänge"
Tel. +49 511 34859 359