
Eine Meisterin, zwei Gesellen und sechs Auszubildende im Handwerk werden von der Kurt-Alten-Stiftung gefördert.
Drei Förderpreise und sechs Stipendien vergebenKurt-Alten-Stiftung fördert Handwerkselite
Hannover, 23. Oktober 2024. Über jeweils 5.000 Euro dürfen sich Augenoptikermeisterin Vanessa Weresch, Feinwerkmechanikergeselle Rick Ullmann und Zimmerergeselle Jendrik Kontek freuen. Denn sie haben in ihren Prüfungen hervorragende Leistungen gezeigt und dafür den Förderpreis der Kurt-Alten-Stiftung erhalten.
Ausgezeichnet wurden die Gewinner der Förderpreise der Kurt-Alten-Stiftung im Rahmen der Kammersiegerehrung der Handwerkskammer Hannover am heutigen Mittwoch. Damit honoriert die Stiftung jeweils Spitzenleistungen in der Meister- und Gesellenprüfung.
Förderpreis für Augenoptikermeisterin
Mit der Note „sehr gut“ im praktischen und „sehr gut“ im theoretischen Teil bestand die Augenoptikermeisterin Vanessa Weresch aus Biberach an der Riß ihre Meisterprüfung vor dem Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Hannover.
Vanessa Weresch hat ihren Traumberuf gefunden. Und zwar über die Begeisterung von Handwerkerinnen und Handwerkern, die ihr den Weg gewiesen haben. Auf einer Bildungsmesse schwärmte ein junger Augenoptikermeister so anschaulich von seinem Beruf, dass sie sich umgehend um ein Praktikum bei einem Augenoptiker bewarb. „Bereits nach dem ersten Tag wusste ich, das will ich machen“, erzählt die 28-Jährige. Und die Begeisterung für den Beruf ist geblieben. „Das war eine Herzensentscheidung und wurde zu einer Berufung“, so die junge Meisterin. Die Vielseitigkeit ihres Berufes schätzt sie über alle Maßen, und dass sie mit ihrer Arbeit maßgeblichen Anteil daran hat die Lebensqualität ihrer Kunden zu verbessern. Weresch sieht sich erstmal weiter bei ihrem Arbeitgeber, aber hat bereits ein weiteres Etappenziel vor Augen: Sie will sich spezialisieren in Richtung Augengesundheit, z.B. bei der Tränenfilmanalyse.
Zwei Förderpreise für beste Gesellen
Mit der phantastischen Gesamtnote von 1,1 hat Jendrik Kontek seine Gesellenprüfung in diesem Sommer abgeschlossen. In der Abwägung nach dem Abitur ein Studium oder eine Ausbildung zu beginnen, hat der Vorschlag seiner Eltern den Ausschlag gegeben doch „erst einmal etwas Praktisches zu machen“, studieren könne er ja immer noch. Das rate er auch anderen Schulabgängern, um sich beruflich zu orientieren.
Die Entscheidung für eine Ausbildung hat sich als absolut richtig herausgestellt. Der Beruf des Zimmerers mache ihm sehr viel Spaß, weil man jeden Tag seine Arbeitsergebnisse sehe und das sehr befriedigend sei. Außerdem brauche das Handwerk dringend Fachkräfte, so dass man immer einen sicheren Job habe. Und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es auch sehr viele. Im nächsten Jahr will er die Meisterprüfung angehen. „Damit stehen einem so viele Türen offen“, ist sich der 22-Jährige sicher, dass es danach nicht zwingend ein Studium brauche. Weiter in der Praxis oder auch mehr im Planungsbereich zu arbeiten, das sei sein mittelfristiges Ziel. Gelernt hat er bei der Tamsen Bau GmbH in Stuhr.
Mit seinem Vater hat er Seifenkisten gebaut. Ein Praktikum in der 8. Klasse hat ihn bereits mit seiner Ausbildungsstätte in Kontakt gebracht. Die Weichen dafür, dass er unbedingt etwas mit den Händen machen wollte, wurden schon früh gestellt. So hat sich Rick Ullmann an der Universität Hannover nicht für ein Studium, sondern für den Ausbildungsberuf des Feinwerkmechanikers beworben. Während der Ausbildung hat er gelernt für unterschiedlichste Prüfstände Einzelteile herzustellen, ob mit der Hand oder mit der CNC-Maschine. „Das Arbeiten im Team mit den Ingenieuren und Technikern macht sehr viel Spaß. So können wir Forschungsthemen gemeinsam voranbringen“, betont der 22-Jährige. Daher ist sein Ziel nach einem Jahr als Geselle die Meisterprüfung zu machen. „Und dabei ist mir das Geld vom Förderpreis eine sehr große Hilfe. Ich bin sehr froh, dass damit das eine oder andere Problem gelöst ist.“
Sechs Stipendien vergeben
Neben der Verleihung des Gesellen- und Meisterpreises vergab die Kurt-Alten-Stiftung Jahresstipendien an sechs Studenten, die das triale Studium Handwerksmanagement (B. A.) in Hannover absolvieren. Sie haben im Rahmen ihres Studiums bereits den Abschluss „Geprüfter Fachmann/Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO)“ mit der Note gut oder besser geschafft und jede Klausur im ersten Durchgang bestanden.
Dafür erhalten die angehenden Metallbauer Hanna Marit Arnold aus Burgwedel und Marvin Großhans aus Hannover, der Anlagenmechanikerauszubildende Finn Griebenow aus Hannover, der angehende Zimmererazubi Mattes Lehmeier aus Gandesbergen, der Tischlerazubi Johannes Leko aus Barsinghausen sowie der angehende Kfz-Mechatroniker Lorenz Seidel aus Seelze für ein Jahr jeden Monat 300 Euro.
Die Kurt-Alten-Stiftung ist eine private Stiftung, die 1996 durch den Wennigser Unternehmer Kurt Alten gegründet wurde. Seine Alten Gerätebau GmbH hatte sich zum europäischen Marktführer in der Verladetechnik an der Rampe entwickelt.
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